Klassendiagramm: Geräteverleih in der Schule

Aufgabe für ca. 30–45 Minuten: Klassen, Attribute, Methoden, Beziehungen, Multiplizitäten und Regeln modellieren.

Szenario

Eine Schule verwaltet den Verleih von Geräten wie Laptops, Tablets und Beamern. Lehrkräfte und Teilnehmende können Geräte reservieren. Jedes Gerät besitzt eine Inventarnummer, einen Zustand und eine Kategorie. Reservierungen haben Zeitraum, Status und optional eine Rückgabenotiz. Beschädigte Geräte dürfen nicht reserviert werden. Für manche Geräte ist eine Genehmigung der Verwaltung nötig.

Lernziel: Du modellierst statische Strukturen mit Klassen, Attributen, Operationen, Beziehungen, Multiplizitäten, Vererbung und fachlichen Constraints.

Zeit & Ergebnis

0–5 Min.
Szenario lesen, Begriffe markieren, Annahmen notieren.
5–15 Min.
Bausteine auswählen und grobe Struktur planen.
15–35 Min.
Diagramm erstellen, Regeln/Varianten einbauen.
35–45 Min.
Selbstcheck, Begründung, kleine Korrekturen.

Abzugeben

  • Ein Klassendiagramm mit mindestens 6 Klassen.
  • Mindestens 2 Multiplizitäten, 1 Vererbung oder abstrakte Oberklasse und 2 Constraints.
  • Eine kurze Erklärung, warum du bestimmte Beziehungen als Assoziation, Aggregation oder Komposition gewählt hast.

Diagramm-Baukasten

Klicke auf Bausteine, um sie in das Code-/Notizfeld einzufügen. Du kannst aber auch frei auf Papier, Whiteboard oder im Zeichenbereich arbeiten.

classabstract classenumAssoziationVererbungKompositionAggregationConstraint

Variablen und Regeln

Variablen

  • Gerätezustand: verfügbar, verliehen, beschädigt, in Wartung.
  • Nutzertyp: Lehrkraft, Teilnehmer, Verwaltung.
  • Genehmigungspflicht: ja/nein pro Gerätekategorie.
  • Reservierungsstatus und Zeitraum mit Start-/Enddatum.

Regeln

  1. Attribute besitzen sinnvolle Datentypen, z. B. String, Date, Boolean oder Enum.
  2. Multiplizitäten müssen die fachliche Aussage tragen, z. B. eine Reservierung gehört genau zu einem Gerät.
  3. Vererbung nur nutzen, wenn Unterklassen gemeinsame Merkmale teilen und sich fachlich unterscheiden.
  4. Komposition nur nutzen, wenn das Teil ohne das Ganze nicht sinnvoll existiert.
  5. Constraints formulieren Regeln, die nicht allein durch Multiplizitäten ausdrückbar sind.

Arbeitsauftrag

  1. Identifiziere Substantive im Szenario und entscheide, welche davon Klassen werden.
  2. Lege Attribute und Datentypen pro Klasse fest.
  3. Bestimme Beziehungen und Multiplizitäten zwischen Nutzer, Gerät, Reservierung und Kategorie.
  4. Entscheide, ob Gerätetypen durch Vererbung, Enum oder Kategorie modelliert werden.
  5. Ergänze fachliche Regeln als Constraints oder Notizen.
  6. Prüfe, ob dein Modell spätere Reservierungsprozesse unterstützen könnte.

Arbeitsfläche

Strukturhilfe

Selbstcheck

Diagramm-Entwurf / Code / Notizen

Begründung: wichtigste Modellierungsentscheidungen

Skizzenfläche

Nutze diesen Bereich im Ausdruck für dein Diagramm oder übertrage deine digitale Zeichnung hierhin.

Bewertungsraster

KriteriumErwartungPunkte
StrukturKlassen, Attribute, Operationen und Datentypen sind sinnvoll.10
BeziehungenAssoziationen, Vererbung und Multiplizitäten sind korrekt.10
RegelnConstraints bilden Reservierungs- und Genehmigungsregeln ab.10
BegründungModellierungsentscheidungen sind nachvollziehbar.5